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DARC 10-m-Contest

Eigentlich wollte ich meine reparierte ZM-4 mit einer Teilnahme am 10-m-Contest einweihen. Hat leider nicht geklappt, weil sich kurzfristig familiärer Besuch angemeldet hat. Die Familie ist mir nun mal wichtiger als Amateurfunk, daher habe ich die Teilnahme spontan gekippt.

Also weiter warten auf das Ergebnis …

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ZM-4 schon defekt

Hier habe ich geschrieben, dass die ZM-4 fertig ist. Tja, was das Löten und den sonstigen Zusammenbau angeht, ist sie das auch. Leider hat sich beim Test auf dem Kid’s Day gezeigt, dass sie nicht funktioniert.

Noch auf dem Kid’s Day habe ich dann feststellen müssen, dass einer der Drehkondensatoren defekt ist. Ob er defekt geliefert wurde oder bei der Endmontage kaputt gegangen ist, lässt sich nicht mehr feststellen. Peter, DL2FI, von QRP Projekt, schickt mir jedenfalls ein Ersatzteil zu. Im Laufe der Woche sollte es bei mir ankommen, so dass ich die ZM-4 am Wochenende reparieren kann. Mal schauen, wie sie danach spielt.

ZM-4 ist fertig

Zu Weihnachten habe ich von meiner XYL Caroline einen ZM-4-Bausatz geschenkt bekommen. Nachdem die beiden älteren Kinder im Weihnachtsurlaub bei ihren Großeltern sind, habe ich mir in den vergangenen Tagen ein wenig Zeit zum Basteln genommen.

Dafür, dass ich seit mehreren Jahren keinen Lötkolben mehr geschwungen habe, ist mir die Arbeit noch sehr gut von der Hand gegangen. Wie erwartet war das Wickeln der beiden Spulen der schwierigste Teil des Bausatzes. Gleich danach kommt das Bohren der Vorder- und Rückseite. Die Bohrungen sind zum Teil etwas verrutscht 😦 Wie sich heraus gestellt hat, war das aber kein Hindernis – die Schalter werden ja zum Glück mit Drahtstücken an die Platine gelötet. Hier ist noch etwas Spielraum 🙂 Desgleichen für die beiden 4mm-Buchsen. Also: Glück gehabt.

Gestern Abend habe ich dann noch mit einem Bekannten (noch unlis) die Doppel-Zepp ohne Hühnerleiter abgemessen und fertig gebaut. Sie passt zusammen mit dem Befestigungs“seil“ (1 mm Maurerschnur, 2×25 Meter) und den Wurfgewichten (ein paar 6er Muttern) in eine Brotdose. Zu Silvester werde ich die Antenne dann mal ausprobieren. Selbstverständlich berichte ich dann hier, wie sie so spielt.

73, DB6EDR

PSK31 / V4 – Kostengünstiger Soundkartenadapter

Im QRP-Betrieb kommt es darauf an, mit möglichst wenig Leistung ein möglichst gutes und weit reichendes Signal senden zu können. Dies wird unter anderem mit äußerst schmalbandigen Betriebsarten erreicht. Am besten geeignet sind digitale Betriebsarten, die eine Soundkarte als Modem einsetzen. Hierzu zählen unter anderem PSK31 und das neue V4.

Um die Soundkarte an den TRX anzuschließen, braucht man einen Adapter. Den kann man entweder selber bauen – Anleitungen bzw. Schaltbilder gibt es dazu reichlich im Netz – oder man kauft sich einen Bausatz oder einen fertig aufgebauten Baustein.

Die fertigen Bausteine kosten entsprechend; meist muss auch noch ein Kabelsatz für den TRX zusätzlich gekauft werden. Die Kosten werden so schnell dreistellig. Ein Bausatz ist auch nicht billiger, da auch hier viele Funktionen untergebracht sind, die für einen simplen Adapter überflüssig sind. Also sind auch hier die Preise dreistellig.

Selbstbau … okay, hier sind die Preise nicht dreistellig. Je nachdem, wie gut der Adapter werden soll, kann man ihn für unter 10 Euro zusammenfrickeln. Frickeln möchte ich aber nicht, da solche Lösungen meist nur bescheidene Ergebnisse liefern und unter Umständen sogar Computer oder TRX kaputt machen können.

Die ordentliche Lösung mit Gehäuse und Breitbandübertragern wird dann auch schon wieder teurer, so 20 bis 30 Euro dürften hier zusammen kommen. Vielleicht auch etwas mehr, je nachdem, wie die Ausstattung sein soll. Dazu kommt noch die Frage des Gehäuses. Und will ich das mit einer Kabelpeitsche bauen oder mit Steckern? Will ich 9k6-Unterstützung?

In der aktuellen CQ DL (1/2011) bewirbt Garant Funk in Euskirchen einen einfachen Adapter, wie ich ihn mir auch selber bauen würde. Die Frage ist halt, ob es mir den Preisunterschied wert ist, ein Fertiggerät zu kaufen. Klar, die Verlockung ist groß – vor allem ob des äußerst umfangreichen Garantieversprechens.

73, Dirk DB6EDR

Bauvorhaben KW-Antenne – es geht weiter

Ja, okay, nicht sonderlich weit -aber immerhin: die ersten Schritte habe ich erledigt:

Ich habe mir passendes Lautsprecherkabel besorgt. Die Baumärkte wollten für 25 Meter 2×0,75mm² Kabel 15 Euro haben. Hallo? Geht’s noch? Bei verschiedenen Elektronik-Händlern kriege ich für das Geld drei Rollen zu je 25 Meter. Oder eine Rolle inkl. Versandkosten – und habe immer noch Geld übrig. Für die Bananenstecker beispielsweise.

Die Bananenstecker habe ich auch schon am Kabel befestigt, allerdings bin ich noch nicht zum Abmessen, Kürzen und Teilen des Kabels gekommen. Naja, morgen abend müsste ich das wohl hinkriegen. Dummerweise fehlt mir momentan noch der Antennentuner; den sollte ich in etwa zwei Wochen aber bekommen. Also muss ich noch was warten … aber zumindest fürs Empfangen sollte die Antenne wohl auch ohne ATU ausreichend spielen.

73 de Dirk DB6EDR

Bauvorhaben KW-Antenne

Nachdem ich mir  zusammen mit meinem TRX eine (stark) verkürzte Vertikalantenne gekauft habe, habe ich zunächst mal diese ausprobiert. Ich muss sagen, dass sie selbst zum Hören nur äußerst bescheiden spielt. Dazu kommt, dass ich für jeden Bandwechsel (oder größeren Frequenzwechsel innerhalb eines Bandes) mehrmals zwischen TRX und Antenne pendeln muss, um ein akzeptables Stehwellenverhältnis zu erreichen. Das ist nicht akzeptabel; da habe ich wohl das Geld für die Antenne und den Magnetfuß in den Sand gesetzt 😦

Im CQ DL Spezial „Auf die Kurzwelle“ wird auf Seite 70 eine sehr einfach aufgebaute Drahtantenne beschrieben. Sie besteht aus nicht mehr als ca 22 Meter Lautsprecherkabel, zwei Banenensteckern und etwas Befestigungsmaterial. Ein Anpassgerät kommt noch dazu – in meinem Fall wird es eine ZM-4 von QRP Project sein.

Ingo, DK3RED, zeigt auf seiner Webseite einige Bauformen wie Vertikalantenne(C) Ingo, DK3RED, www.qrp4fun.de oder Dipol(C) Ingo, DK3RED, www.qrp4fun.de, die sich mit einer solchen Multiband-KW-Drahtantenne an die vorhandenen Gegebenheiten angepasst aufbauen lassen. Er hat seine Multiband-Unterwegs-Antenne noch mit einer abnehmbaren Zuleitung versehen, so dass er den TRX auch direkt an die Antenne anschließen kann.

Mal schauen, was das gibt. Spätestens zum Kid’s Day am 2.1. werde ich die Antenne dann in Betrieb nehmen.

Selbstbau – macht das Sinn?

Diese doch etwas provokante Frage sollte ich zunächst etwas eingehender erläutern, bevor ich mich an eine Antwort mache. Vorweg will ich klar stellen, dass jeder für sich individuell eine Antwort auf diese Frage finden muss. Alles, was ich im Folgenden erläutere, ist ausschließlich meine eigene Meinung – ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Die Frage „Selbstbau – macht das Sinn?“ ist bewusst extrem weit und offen formuliert. Sie wird am besten mit einem entschiedenen „Kommt drauf an.“ beantwortet. Wenn man zu diesem Schluss gekommen ist, hat man den wichtigsten Schritt getan – man kann anderen ihre Meinung lassen.

Was spricht für Selbstbau?
Da gibt es so einige Punkte; ich liste einfach mal diejenigen auf, die auf mich zutreffen:

  • Selbstbau macht Spaß
  • Man hat ein viel besseres Verständnis für das Gerät
  • Bei Defekten fällt die Reparatur leichter, weil man das Gerät kennt
  • Man kann das Gerät nach den eigenen Wünschen zusammenstellen bzw. den Bausatz abwandeln
  • Durch das möglichst exakte Anpassen an die eigenen Wünsche zahlt man nichts, was „unnötig“ ist
  • Es ist ein echtes Erfolgserlebnis, wenn ein selbst gebautes Gerät funktioniert
Was spricht dagegen?
Auch hier gibt es einige Punkte:
  • Selbstbau kostet (viel) Zeit
  • Als Einsteiger muss man sich eine Werkstatt einrichten
  • Ein Messplatz wäre ebenfalls nicht zu verachten
  • Beim Bauen kann auch etliches kaputt gehen, das dann teuer ersetzt werden muss
  • Bausätze sind nicht immer günstiger als industriell gefertigte Geräte mit vergleichbarer Ausstattung
  • Gerade die kleinen und kleinsten Bauteile können leicht von Kleinkindern verschluckt werden => Verletzungsgefahr!
  • Auch als Steckdosenamateur gibt es Erfolgserlebnisse – die QSOs
Und nun? Bauen oder nicht?
Für mich als Einsteiger steht so ziemlich fest, dass ich meinen ersten Kurzwellen-TRX nicht selber bauen werde. Ich möchte erst mal QRV werden und Erfahrungen sammeln. Einen zweiten TRX könnte ich dann durchaus in Form eines Bausatzes selbst zusammen bauen.
Einzelne Teile der Station wie z.B. einen Antennentuner werde ich aber sicher auch jetzt schon selber löten. Auch dafür gibt es ja Bausätze, so dass alles da ist – inklusive passend bearbeitetem Gehäuse. QRPproject hat da ein umfangreiches Angebot.
73, Dirk