PSK31 / V4 – Kostengünstiger Soundkartenadapter

Im QRP-Betrieb kommt es darauf an, mit möglichst wenig Leistung ein möglichst gutes und weit reichendes Signal senden zu können. Dies wird unter anderem mit äußerst schmalbandigen Betriebsarten erreicht. Am besten geeignet sind digitale Betriebsarten, die eine Soundkarte als Modem einsetzen. Hierzu zählen unter anderem PSK31 und das neue V4.

Um die Soundkarte an den TRX anzuschließen, braucht man einen Adapter. Den kann man entweder selber bauen – Anleitungen bzw. Schaltbilder gibt es dazu reichlich im Netz – oder man kauft sich einen Bausatz oder einen fertig aufgebauten Baustein.

Die fertigen Bausteine kosten entsprechend; meist muss auch noch ein Kabelsatz für den TRX zusätzlich gekauft werden. Die Kosten werden so schnell dreistellig. Ein Bausatz ist auch nicht billiger, da auch hier viele Funktionen untergebracht sind, die für einen simplen Adapter überflüssig sind. Also sind auch hier die Preise dreistellig.

Selbstbau … okay, hier sind die Preise nicht dreistellig. Je nachdem, wie gut der Adapter werden soll, kann man ihn für unter 10 Euro zusammenfrickeln. Frickeln möchte ich aber nicht, da solche Lösungen meist nur bescheidene Ergebnisse liefern und unter Umständen sogar Computer oder TRX kaputt machen können.

Die ordentliche Lösung mit Gehäuse und Breitbandübertragern wird dann auch schon wieder teurer, so 20 bis 30 Euro dürften hier zusammen kommen. Vielleicht auch etwas mehr, je nachdem, wie die Ausstattung sein soll. Dazu kommt noch die Frage des Gehäuses. Und will ich das mit einer Kabelpeitsche bauen oder mit Steckern? Will ich 9k6-Unterstützung?

In der aktuellen CQ DL (1/2011) bewirbt Garant Funk in Euskirchen einen einfachen Adapter, wie ich ihn mir auch selber bauen würde. Die Frage ist halt, ob es mir den Preisunterschied wert ist, ein Fertiggerät zu kaufen. Klar, die Verlockung ist groß – vor allem ob des äußerst umfangreichen Garantieversprechens.

73, Dirk DB6EDR