Einsteiger-Gerät – welches soll es sein?

Nachdem nun der Punkt mit Selbstbau – ja oder nein – geklärt ist, kommt der nächste Punkt: Was für ein Gerät will ich haben? Die grundlegenden Anforderungen habe ich ich in einem früheren Beitrag bereits aufgeführt; hier die drei wichtigsten:

  • Das Gerät soll eine Einstellung für QRP-Betrieb haben.
  • Alle Kurzwellenbänder; 2m und 70cm wären auch nicht sein.
  • Für den Portabelbetrieb soll es möglichst klein und leicht sein.

Mit diesen Anforderungen bleiben nicht mehr viele Geräte übrig. Alinco und Kenwood haben kein Gerät im Angebot, das spürbar unter vier Kilogramm wiegt. Zusammen mit einem Akku wären das dann locker fünf bis sechs Kilo, die ich mit mir rumschleppen müsste. Nein danke, das ist mir zu viel.
Von Icom gibt es den IC-7000, den Nachfolger des IC706MKIIG. Mit 2,3 Kilogramm bietet er 100 Watt auf KW, 50 Watt auf 2 Meter und 35 Watt auf 70cm. Aber er kostet über 1.100 Euro. Das ist mehr als ich bereit bin auszugeben.
Yaesu hat mit dem FT-817-ND und FT-857-D zwei sehr interessante Geräte im Angebot. Der 817 ist DAS QRP-Fertiggerät schlechthin – und das einzige, was noch gut zu bekommen ist. Der große Bruder 857 bietet sowohl die bessere Bedienbarkeit durch ein größeres Gehäuse als auch die Möglichkeit, mal mit bis zu 100 Watt zu senden. Ein DSP ist beim 857er bereits eingebaut. Im 817er kann man zwar einen DSP nachrüsten, allerdings auf Kosten der Garantie – und der Preisvorteil ist dann auch dahin.

Der 857er ist zwar kein QRP-Gerät, aber man kann ihn sehr leicht auf 20 Watt begrenzen. Damit liegt er „nur“ 3 dB über der QRP-Grenze für SSB. Das ist für mich akzeptabel. Seine zwei Kilogramm lassen sich auch zusammen mit einem Akku und einer Antenne gut transportieren. Bei einer weiteren Begrenzung der Leistung auf 15 Watt kann dann auch die ZM-4 von QRP Project guten Gewissens betrieben werden; in einer Mail hat Peter, DL2FI, mir das als gut verträgliche Obergrenze genannt. Selbst 20 Watt sollen noch funktionieren, allerdings auf eigenes Risiko.

Die BEMV-Erklärung … nun gut, für zu Hause wird die Leistung so begrenzt, dass die erlaubten 10 Watt EIRP nicht überschritten werden. Und für portable Sendeanlagen fällt die Erklärung nicht an🙂